Es ist wieder so weit: der Blaustern (Scilla bifolia) blüht. Von sporadischen Einzelfunden abgesehen, hat er in der Rhön nur ein Vorkommen, aber das ist dafür umso bekannter: der Arzberg in der thüringischen Rhön, der deshalb manchmal auch »blauer Berg« der Rhön genannt wird. Aus der Ferne sieht er freilich nicht blau aus, denn so dicht stehen die Blausterne auch wieder nicht. Das Vorkommen am Arzberg liegt recht isoliert an der Nordgrenze der Gesamtverbreitung dieses zierlichen Liliengewächses, und das arealkundliche Rätsel dieses Vorkommen ist noch nicht gelöst. Was hat der Arzberg, was die zig anderen Vulkankegel der Rhön nicht haben? Vielleicht das namensgebende Erz?

Die Blausterne blühen am Arzberg im zeitigen Frühling, meist in der zweiten Märzhälfte, je nach Witterung auch deutlich früher oder später. In den artenreichen Laubwäldern des Basaltkegels blühen um diese Zeit auch zahlreiche weitere Knollengeophyten wie Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), Märzenbecher (Leucojum vernum) und Wald-Goldstern (Gagea lutea). Das bunte blau-weiß-rot-gelbe Blütenmeer am Arzberg ist nur für kurze Zeit zu bewundern. Ein Osterspaziergang lohnt sich allemal.

Im Naturschutzgebiet und in der »Kernzone« Arzberg gilt ein strenges Wegegebot. Selbstverständlich dürfen die hier vorkommenden Pflanzen nicht gepflückt oder sonstwie beschädigt werden. Das gilt für alle Pflanzenarten, nicht nur für die gesetzlich besonders geschützten wie den Blaustern oder den Märzenbecher.



 

 

Weiterführende Links zum Zweiblättrigen Blaustern:
Fotos des Zweiblättrigen Blausterns aus der Rhön / Marco Klüber
Scilla bifolia in der Wikipedia

Nicht nur in den Gärten, sondern auch draußen in der Natur haben sich die ersten Märzenbecher (Leucojum vernum) herausgewagt. An einem Standort in der Kuppenrhön waren sie am Wochenende in der Nähe einer Quelle am sonnenexponierten Südhang bereits in Blüte zu sehen, am Nordhang in der Nähe dagegen noch nicht.

Durch zahlreiche Fundmeldungen hat sich das gegenwärtige Verbreitungsbild des Märzenbechers in der Rhön weiter vervollständigt. Als Zielart im botanischen Artenschutzkonzept soll der Märzenbecher in der Rhön aber auch weiterhin eifrig kartiert werden.

 

 

Weiterführende Links zum Märzenbecher:
Fotos des Märzenbechers aus der Rhön / Marco Klüber
Leucojum vernum in der Wikipedia

Familie Orchidaceae
Gültiger Name Herminium monorchis (L.) R.Br. 1813
Basionym Ophrys monorchis L. 1753
Synonyme Orchis monorchis (L.) Crantz 1769
Epipactis monorchis (L.) F.W.Schmidt 1795
Arachnites monorchis (L.) Hoffm. 1804
Satyrium monorchis (L.) Pers. 1807
Herminium clandestinum Gren. & Godr. 1855
Deutsche Namen Honigorchis, Elfenständel, Einknolle, Herminie
Blütezeit Ende Juni – Mitte Juli
Wuchshöhe 7 – 30 cm
Blütengröße 5 – 8 mm
Pflanzengesellschaften V Mesobromion
V Molinion caeruleae
V Caricion davallianae
Florenelement submediterran pannonisch karpatisch südatlantisch mittelatlantisch subatlantisch zentraleuropäisch sarmatisch skandinavisch
Rote Listen Deutschland: 2 (stark gefährdet)
Bayern: 2 (stark gefährdet)
Hessen: 2 (stark gefährdet)
Thüringen: 2 (stark gefährdet)
Situation in der Rhön Verbreitungskarte:
basierend auf 198 Meßtischblatt-Quadranten.
Fundnachweise:
bis 1975
1975 bis 1990
seit 1990
Verbreitung:
aktuell: 4% der MTBl.-4tel
verschollen: 4%
Höhenverbreitung:
von ca. 300 m bis 700 m
Gefährdung:
2 (stark gefährdet)



Etymologie:
Herminium: von gr. ἑρμίς hermis = Stütze, Bettpfosten (nach dieser Interpretation soll die Blütenähre Ähnlichkeit mit einem gedrechselten Bettpfosten haben); monorchis: von gr. μόνος monos = einzeln, gr. όρχις orchis = Knolle, Hoden.

Merkmale:
Sehr unscheinbare und zierliche Pflanze. Typisch sind die beiden (selten 3-4) grundständigen Laubblätter (2-7 cm lang und 0,5-1,5 cm breit). Stängel schlank, Blütenstand schmal und locker, zum Ende der Blütezeit hin stark verlängert. Die kleinen gelbgrünen Blüten duften stark nach Honig. Die Perigonblätter neigen sich glockenförmig zusammen. Sepalen eiförmig und stumpf, bis 3 mm lang. Petalen länger, schmaler und dreigelappt, wobei der Mittelabschnitt vorgestreckt oder rückwärts umgebogen ist. Die Lippe ist tief dreilappig, wobei die kürzeren Seitenlappen nach der Seite gestreckt sind. Am Grund hat sie eine schüsselförmige Aushöhlung. Die Orchidee vermehrt sich auch vegetativ über lange Ausläufer, an deren Enden sich neue Knollen bilden. Dadurch treten oft kleine Trupps von Blütentrieben auf.

Standort:
Magerrasen, Weiden, Flachmoore. Auf mäßig trockenen bis mäßig feuchten locker- und kurzrasige Wiesen. Auf basenreichen Böden, meist auf Kalk, am liebsten in montanen Lagen.

Verbreitung und Bestandssituation:
Herminium monorchis kommt nur noch in der Thüringer und in der zentralen Rhön an mehreren Stellen vor, besiedelt einige Standorte aber in ausgedehnten Kolonien. Aufgrund großer Populationen und der hervorragenden Schutz- und Pflegesituation seiner Wuchsorte konnte eine Stabilisation der Vorkommen erreicht werden (vgl. Kümpel 1996). Ein Standort bei Gersfeld wird von Kühen beweidet, was den Pflanzen anscheinend aber nicht schadet, da sie vom Vieh am Steilhang nicht zertreten werden.

Gefährdung:
Aufgrund ihrer Seltenheit ist Herminium monorchis trotz großer Populationen und deren Schutz und Pflege in der Rhön gegenwärtig stark gefährdet.

Mehr zu dieser Art:
» Elfenstendel in “Die Orchideen der Rhön”
» Fotos aus der Rhön von Marco Klüber
» Wikipedia (mit weiteren Links und Literaturangaben)

Im April sind die Hangwiesen in der Rhön noch nahezu winterkahl, doch an einigen Stellen streckt bereits ein unscheinbarer Frühblüher seine Köpfchen in die Frühlingsluft: Das Gebirgs-Täschelkraut (Thlaspi caerulescens). Offenbar befindet sich diese Art derzeit bei uns in Ausbreitung, eine Tendenz, die auch aus Thüringen und Oberfranken berichtet wurde. Das Gebirgs-Täschelkraut ist zu Beginn der Blütezeit klein und gedrungen und hat ein kugeliges Blütenköpfchen. Später wächst die Pflanze höher heraus, der Blütenstand ist lang und gestreckt. Wer im April in der zentralen Rhön unterwegs ist, sollte die Augen offenhalten und auf die zierliche Pflanze achten. Bisher bekanntgewordene Fundorte liegen in der Umgebung von Poppenhausen, am Weiherberg oberhalb Abtsroda, östlich des Weiherberges in der Schlicht und nördlich von Oberweißenbrunn. Sicherlich gibt es weitere Vorkommen. Potentielle Standorte gibt es beispielsweise im Wasserkuppengebiet, in der Gersfelder Gegend und im oberen Ulstertal zuhauf. Das Gebirgs-Täschelkraut wächst an den bisher bekanntgewordenen Standorten meist auf Basalt. Die Wuchsorte sind südexponierte, extensive, artenreiche Bergwiesen. Auffällige Begleitpflanzen sind beispielsweise Knöllchen-Steinbrech und Mannsknabenkraut, die freilich später blühen. Für Fundmeldungen wären wir sehr dankbar!

Weiterführende Links zum Gebirgs-Täschelkraut:
Fotos des Gebirgs-Täschelkrautes aus der Rhön / Marco Klüber
Thlaspi caerulescens in Ausbreitung? von Peter Ille, Uni Bayreuth [pdf]

Charakteristischer Standort und Nahaufnahme der Blüten:

Rhön

  »Da siehts ja aus wie in der Rhön!«
Wie bitte …?
Rainer sah sich Bilder meiner México-Reise an.
»Naja, die Vulkane.«
Auch Lappland sieht aus wie die Rhön.
»Viel Stein‘, wenig Brot!«
 
Die Toscana sowieso, nur dass die Zypressen hier Birken heißen. Nach Rainers Ansicht braucht man nicht zu verreisen, denn es sieht überall auf der Welt ein wenig aus wie in der Rhön. So ganz falsch liegt er da gar nicht, denn die Rhön hat beim Schöpfungswerk von allem etwas mitbekommen. Oder, wie es der Rheinländer Aloys Seul so schön gesagt hat, der Herrgott hat hier die Reste zusammengekehrt.
 
Rhön – der geheimnisvolle Name kommt wohl vom keltischen »raino«, Hügelland: eine reichlich prosaische Bezeichnung für ein Mittelgebirge. Und doch könnte sie nicht treffender sein, denn die Rhön hat so ziemlich alles zu bieten, was man irgendwie mit einem Hügelland in Verbindung bringen könnte, ein Mosaik von vulkanischen Kuppen, blumigen Hochplateaus, waldigen Hängen und sanft gewellten Tälern. Rhön. Im dunklen Unterton dieses Namens klingt der Eindruck von grauem Basaltfels, düsteren Moore, blumigen Wiesen und luftigen Bergmatten mit.
 
Die Rhön ist keine Landschaft der Superlative, sie beeindruckt vielmehr durch ihre Vielgestaltigkeit, ihre Gegensätze – einmal präsentiert sie sich rau und karg, dann wieder in überschwänglicher Farbenpracht. Ihre große Vielfalt bedingt auch eine enorme Reichhaltigkeit an Ökosystemen, Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. 1991 wurde die Rhön als UNESCO-Biosphärenreservat anerkannt. Unter Einbeziehung der Bevölkerung und der regionalen Wirtschaft sollen Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges, ökologisch verträgliches Miteinander von Natur und Mensch geschaffen werden, um so die Qualität des Gesamtlebensraums Rhön langfristig zu sichern.
 
Um die Entstehung der Rhöner Berge ranken sich zahlreiche Sagen. Der Missionar Gangolf erledigte den Riesen Mils, der das Volk tyrannisierte, und schaufelte ihm ein gewaltiges Grab – die Milseburg. Dass auch der Teufel seine Hand mit im Spiel hatte, bezeugen zahlreiche Bergnamen wie Teufelstein oder Teufelskanzel.
 
Die Wissenschaft sieht es freilich nüchterner: Der Rhönvulkanismus ist im geologischen Großzusammenhang des langen oberrheinischen Grabenbruchs zu sehen. Vor etwa 25 Millionen Jahren brachen glühende Laven durch die Sedimentschichten der Trias an die Oberfläche, und ein lang anhaltender Vulkanismus setzte ein. Vulkankegel über einer subtropischen Seenlandschaft mit Zimt- und Eukalyptusbäumen, Krokodilen und Schildkröten: Die reichen oligozänen Fossilfunde von Sieblos am Fuß der Wasserkuppe zeichnen ein lebhaftes Bild aus der Entstehungszeit unserer Landschaft.
 
Vulkanische Bildungen wurden in der Rhön in großer Vielgestaltigkeit nachgewiesen, und das Spektrum der aufgefundenen Gesteine zeigt an, dass der miozäne Vulkanismus phasenweise sehr explosiv gewesen sein muss. Nach dem Erlöschen des Vulkanismus erhielt das Landschaftsbild durch weitreichende Erosionsprozesse seinen bislang letzten Schliff, und dabei wurden auch sämtliche primären Oberflächenformen des Vulkanismus beseitigt. Ihr heutiges Landschaftsbild verdankt die Rhön der erosiven Freilegung von vulkanischen Ganggesteinen, die nun als Bergrücken, Kuppen, Kegel und Felswände das mesozoische Deckgebirge aus Muschelkalk und Buntsandstein überragen. Insbesondere in der Kuppenrhön ist die Landschaft gespickt von zahlreichen Lavaschloten aus Phonolith, die durch spätere Erosionsprozesse aus den weicheren Triasgesteinen herauspräpariert wurden. Im Unterschied zur Kuppenrhön sind die Plateaus von der Hohen Rhön bis hin zur Wasserkuppe aus älteren Basalten aufgebaut, die aus großflächigen Oberflächenergüssen resultieren.
 
Geradezu verrufen war die Rhön als kaltes, armes und unwirtliches Land. Dabei ist es im Vergleich zu den anderen Mittelgebirgen gar nicht so schlecht um die Rhön bestellt – vielleicht war es ihre jahrhundertelange Abgelegenheit, die die Bildung dieser Mythen förderte. Nur die zentralen Gebiete der Rhön sind tatsächlich etwas rau, die Täler sind aber von den milden Klimaten der Randgebiete beeinflusst, und an der Fränkischen Saale wird Wein angebaut. Ohne dass die Wintertemperaturen tiefer liegen als in den anderen Mittelgebirgen, wird die winterliche Kälte auf den baumlosen, ungeschützten Hochflächen extremer empfunden. Wer einmal die beißende Kälte und den schneidenden Wind eines Schneesturmes auf der Hohen Rhön erlebt hat, kann ein Lied davon singen.
 

Buchonia, das Buchenland: Fuldaer Mönche prägten im frühen Mittelalter diese Bezeichnung für die waldreichen Gegenden Osthessens. Die territoriale Zersplitterung der Rhön führte bereits während der hochmittelalterlichen Siedlungsphase zur großflächigen Entwaldung bis in die höchsten Berglagen. Auch heute sind nur etwa 40% der Fläche von Wald bedeckt, dabei ist aber der Anteil naturnaher Wälder erfreulich hoch.
 
Buchenwälder in ihren verschiedenen Ausprägungen sind die vorherrschende potentiell-natürliche Vegetationsform der Rhön, nur ein kleiner Flächenanteil von Hochmooren, Blockhalden und Felsen ist primär waldfrei. Die Blockhalden sind besonders typische Lebensräume der Rhön. Sie entstanden durch die Erosion von Lavadecken, die während der Eiszeiten durch den ständigen Wechsel von Frost und Hitze zerlegt wurden. Wo sich Erde ansammeln kann, bilden sich inselartige Waldfragmente mit Linden, Ulmen und Karpatenbirken.
 
Die Karpatenbirke ist ein Eiszeitrelikt auf besonders nährstoffarmen Böden, und die Rhön ist einer der heutigen Verbreitungsschwerpunkte dieser Art. Diese niedrigen, oft krüppelartig wachsenden Bäume bieten vielen Tieren Schutz und Deckung, beispielsweise dem Birkhuhn, das in der Rhön eines der letzten Vorkommen in Mitteleuropa hat.
 
Die Rhönlandschaft ist schon von Natur aus sehr vielgestaltig, doch der Mensch hat sie im Laufe der Jahrhunderte durch Rodung, Siedlung, Ackerbau, Weide- und Wiesenwirtschaft zu einer strukturreichen Kulturlandschaft umgewandelt. Heute sind gerade die Pflanzen und Tiere des extensiven Grünlandes gefährdet, denn ihre Lebensräume sind einerseits durch Intensivierung der Landwirtschaft bedroht, andererseits aber auch durch vollständige Nutzungsaufgabe. Überließe man die Natur hier ganz sich selbst, so wäre die Rhön binnen kurzer Zeit um viele Lebensräume und Arten ärmer.
 
Magerwiesen gehören heute zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen unserer Landschaft. Einst als Rodungen für Weideflächen oder Wiesenwirtschaft entstanden, wurden sie durch die Intensivierung der Landwirtschaft immer weiter zurückgedrängt. Heute sind die verbliebenen Standorte jedoch insbesondere von Verbrachung, Verbuschung und natürlicher Sukzession bedroht, denn Magerwiesen sind Lebensräume aus Menschenhand und bedürfen einer ständigen Nutzung und Pflege. Besonders artenreich sind die Halbtrockenrasen auf Kalk, die je nach Höhenlage, Exposition und Bodenbeschaffenheit sehr spezifisch ausgebildet sind. In ihrer Größe und Vernetzung sind die Kalk-Halbtrockenrasen der Rhön einmalig in ganz Süddeutschland.
 
Wacholderheiden und Halbtrockenrasen sind Lebensräume von besonderem ökologischem, kulturhistorischem und auch ästhetischem Wert. Die Erhaltung dieser Habitate ist heute nicht einfach zu leisten. Als Glücksfall erwies sich dabei aber die »Renaissance« des Rhönschafes. Diese schwarzköpfige, landschaftstypische Schafrasse war schon fast ausgestorben, doch dann avancierte sie durch gezielte Förderung und geschicktes Marketing zum Kennzeichen und Sympathieträger für ökologischen Landbau in der Rhön. Mit der Beweidung durch die Rhönschafe können viele bedrohte Lebensräume heute wieder in ihrer ursprünglichen Art und Weise genutzt werden.
 
Die Bergwiesen der Rhön sind von europaweiter Bedeutung, da sie hier in einer einmalig-typischen Ausprägung vorkommen, der Storchschnabel-Goldhaferwiese. Diese artenreichen Habitate sind vor allem in den mittleren Höhenlagen an den Hängen der Hochrhön anzutreffen. Eine typische Rhöner Bergwiese wird zweischürig genutzt, einmal im Juni zum Heuschnitt und ein zweites Mal im August / September zum Grummet. Doch die sehr wetterabhängige und arbeitsintensive Heugewinnung lohnt heute kaum noch. Viele Wiesen fallen brach oder werden zu intensiv genutztem Silagegrünland umfunktioniert, und so ist der Artenreichtum in großer Gefahr.
 
In den Hochlagen der Rhön kommen zahlreiche seltene und hoch spezialisierte Gebirgspflanzen- und Tierarten vor. Manche dieser Arten haben hier Reliktpopulationen und sind genetisch inzwischen von ihren fernab vorkommenden Verwandten isoliert.
 
Die Rhön ist bekannt für ihren Orchideenreichtum. Über vierzig Arten kommen in den verschiedensten Lebensräumen vor, darunter Arten mit nordisch-alpiner Verbreitung und auch solche, die sonst eher im mediterranen Raum zu finden sind. Der Frauenschuh, die größte und vielleicht schönste heimische Orchideenart, ist jedoch auch in der Rhön sehr selten geworden. An vielen Stellen wurde sie trotz strengem gesetzlichem Schutz durch Abpflücken und Ausgraben ausgerottet. Umso beeindruckender sind die großen Bestände in den lichtdurchfluteten Kiefernwäldern der östlichen Rhön.
 
Trotz ihrer landschaftlichen Reize und ihrer facettenreichen Natur ist die Rhön erstaunlich unbekannt geblieben. Kein Goethe dichtete in der Rhön, und die Romantiker machten einen weiten Bogen um das spröde Bergland in Deutschlands Mitte. Dabei sind die zusammengekehrten Schöpfungsreste kein charakterloser Mischmasch, sondern fügen sich zu einem unverwechselbaren Gesamtbild zusammen.
 
Von einer Wintertour durch die Rhön brachte ich das Bild eines gewaltigen Eis-Wasserfalls mit.
»Oh, wo warst Du da schon wieder?« fragte Rainer.
In der Rhön.
»Ach – sieht gar nicht danach aus!«
 
So ist die Rhön: eine Landschaft voller Vielfalt, voller Gegensätze, immer wieder aufs Neue überraschend.
  Sehen Sie sich hier die Bildgalerie Rhön an.

 

Die Rhön-Fotos sind nun in der Bilddatenbank abrufbar. Über die folgenden Links können Sie auch direkt nach Fotos zu bestimmten Themen und Begriffen suchen:

Abend Acker Bach Basalt Baum Baumgruppe Bergwald Blockhalde Blumenwiese Buche Burg Detail Eis Feld Fels Flechte Flora Frühling Halbtrockenrasen Herbst Hochmoor Hutebuche Kalk Kirche Kuppe Licht Moor Moos Morgen Nebel Phonolith Rauhreif Rhönschaf Schnee Sommer Sonnenuntergang Streuobstwiese Tal Tau Vulkankegel Wacholderheide Wald Wandern Wasser Weg Wiese Winter Wolke

(zurück zum Beginn der Seite)

Familie: Orchidaceae
Synonyme: Corallorrhiza ericetorum Drejer
Corallorrhiza innata R. Brown
Corallorrhiza intacta Cham.
deutsche Namen: Korallenwurz
Blütezeit: Mai
Wuchshöhe: 5 – 20 cm
Blütengröße: 4 – 6 mm
Pflanzengesellschaften: V Luzulo-Fagion
V Galio rotundifolii-Abietion
Florenelement: meridional/montan submeridional/montan temperat boreal arktisch
Rote Listen: D:3 By:* He:3 Th:*
Gefährdung Rhön: 3
Verbreitung Rhön

Vorkommen
bis 1975
bis 1990
1990-aktuell

aktuell: 15%
verschollen: 7%
der MTBl.-4tel

Höhenverbreitung:
200 – 600 m


Etymologie: Corallorrhiza: von gr. κοράλλιον korallion = Koralle, gr. ρίζα rhiza = Wurzel; trifida: von lat. trifidus = dreispaltig.

Merkmale: Ziemlich unscheinbares, zierliches Pflänzchen ohne Laubblätter, sondern nur mit wenigen dem Stängel anliegenden Schuppenblättern. Die 2-12 winzigen Blüten (nur 5 mm lang) sind wie die ganze Pflanze gelblichgrün gefärbt. Die Perigonblätter stehen schräg nach vorne ab, die zungenförmige Lippe mit zahnartigen Seitenlappen ist weißlich und mit roten Punkten versehen. Namensgebend ist das korallenartig verzweigte Rhizom.

Standort: Buchen- und Laubmischwälder, auf mäßig trockenen bis humiden Böden. Meist an pflanzenarmen laubbedeckten Stellen auf kalkhaltigen Böden. Kaum in tieferen Lagen. In anderen Gegenden wohl mehr in moosigen Bergnadelwäldern.

Verbreitung und Bestandssituation: Corallorrhiza trifida ist eine nordische bzw. montane Orchidee, die im Tiefland weitgehend fehlt. In Deutschland ist die Rhön eines der wichtigen Teilareale außerhalb der Alpen. In unserem Gebiet beweist Corallorrhiza trifida trotz ihrer Bindung an montane Standorte ein gewisses Wärmebedürfnis, kommt sie doch vorzugsweise an wärmebegünstigten, relativ trockenen Südhängen vor, manchmal sogar in Gesellschaft von Cephalanthera rubra und Orchis purpurea. Die größte Populationsdichte wird im Thüringer Gebietsteil zum Werratal hin erreicht, auch an den Südhängen des oberen Nüsttales ist eine Anhäufung von Funden zu verzeichnen.

Gefährdung: Corallorrhiza trifida ist in der Rhön potentiell gefährdet aufgrund ihrer lückenhaften Verbreitung. An ihren Standorten erscheint die Korallenwurz dank ihrer guten Populationsstärken zwar nicht akut vom Aussterben bedroht, doch ist eine Gefährdungssituation insbesondere durch Veränderungen in der Bewirtschaftungsweise der Wälder gegeben.

Linkes Bild: Korallenwurz im frühlingshaften Buchenhochwald auf einem Kalk-Bergsporn.
Rechtes Bild: Blütenstände.

Weiterführende Links zur Korallenwurz:
Korallenwurz-Fotos aus der Rhön / Marco Klüber
Die Orchideen der Rhön: Corallorrhiza trifida, Korallenwurz
Korallenwurz in : Wikipedia


Familie: Asteraceae – Korbblütler.

Ökologie: Das Katzenpfötchen besiedelt Silikatmagerrasen sowie oberflächlich versauerte Kalkmagerrasen; seltener ist die kleine und konkurrenzschwache Pflanze in Heiden und Kiefernwäldern an lückigen Stellen anzutreffen. Auf mäßig frischen meist kalkarmen modrig bis torfig humosen Lehmböden. Magerkeits- und Weidezeiger, durch Düngung konkurrenzgeschwächt (Verdrängung durch wuchskräftigere Pflanzen).

Typische Lebensräume im Biosphärenreservat Rhön: Kalkmagerrasen, Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden.

Gründe für die Auswahl als Zielart: Das Katzenpfötchen ist überregional gefährdet (Rote Liste-Kategorie 3). Eine Einstufung als attraktive Art erfolgt nicht, weil die Pflanze recht klein und unscheinbar ist und nur geringen Teilen der Bevölkerung überhaupt bekannt ist.

Vorkommen und Verbreitung: Das Katzenpfötchen kommt zwar in Deutschland von den Alpen bis zur Küste vor, ist aber nur in wenigen Regionen wirklich verbreitet. Insgesamt sind seine Bestände im Rückgang begriffen und für die meisten Bundesländern wird seine Verbreitung als zerstreut bis selten angegeben. Man findet das Katzenpfötchen vor allem in den höheren Lagen der Mittelgebirge. In der Ebene sind seine Vorkommen sehr stark zurückgegangen. Im Südwesten Hessens ist es beispielsweise vom Aussterben bedroht. Vorkommen im Bezugsraum häufen sich einerseits im Bereich der ausgedehnten Magerrasen der Vorderrhön und auf den Bergwiesen der Hochrhön.

Gefährdungen und Bestandesentwicklung: Das dekorative Katzenpfötchen ist in der Bundesartenschutzverordnung als besonders geschützte Art aufgeführt, d.h. wild wachsende Pflanzen dürfen nicht gepflückt, ausgegraben oder beschädigt werden. Die Bestandesrückgänge in der Vergangenheit sind im Tiefland vermutlich hauptsächlich auf die Intensivierung der Grünlandnutzung durch Düngung nährstoffarmer Standorte mit spärlicher Vegetation zurückzuführen. Im Bergland ist die Art eher durch Aufgabe der Nutzung der Magerrasen und damit verbundene Verdrängung durch Beschattung von aufkommenden Gehölzen, sich bildende Streuauflagen, die die niedrigen Pflanzen „ersticken“, oder durch Überwachsung durch konkurrenzstärkere Brache-Arten gefährdet.

Schutzziele und Schutzmaßnahmen: Erhaltung von nährstoffarmen, mit nur schütterer Vegetation bewachsenen Lebensräumen wie Magerrasen auf verschiedenen Standorten durch Fortführung der traditionellen Nutzung wie z.B. Schafbeweidung. Weil die Rhön ein Schwerpunktvorkommen der Art in Deutschland ist, kommt sie noch relativ zahlreich vor. Sowohl saure wie basische Magerrasen sind im Biosphärenreservat Rhön noch großflächig erhalten. Als nutzungssensible Art reagiert sie allerdings empfindlich auf Veränderungen, weit stärker als robuste Arten wie Silberdistel beispielsweise.

Verantwortlichkeit für den Schutz der Art: Weil das Katzenpfötchen auch über Europa hinaus recht weit verbreitet ist, hat eine kleine Region wie die Rhön keine besondere Bedeutung für den Schutz der Art. Analysiert man Quantität und Qualität der Vorkommen innerhalb von Deutschland, also national, so erweist sich die Rhön als eines der Hauptgebiete der Art (Haeupler & Schönfelder 1988, Benkert et al. 1998, Peppler 1992 und andere). Insofern kann zumindest von einer überregionalen Bedeutung der Rhön für den Schutz der Art ausgegangen werden. Wegen der noch zahlreichen vitalen Vorkommen in der zentralen und östlichen Rhön wird eine mittlere Priorität angenommen; in weiten Teilen von Kuppenrhön, Südrhön und Rhönvorland sieht die Situation für das Katzenpfötchen weniger günstig aus (nur kleine Populationen), so dass lokal auch von einer hohen Priorität bei Schutzmaßnahmen auszugehen ist.

Sonstiges: Das Katzenpfötchen ist früher als Heilpflanze verwendet worden. Der heute als Hustenmittel zu kaufende „Katzenpfötchenblütentee“ stammt jedoch nicht von Antennaria dioica, sondern von Helichrysum arenarium, der Sand-Strohblume. Als flache Polster bildende Pflanze ist das Katzenpfötchen für extensive Dachbegrünung auf trockenen, mageren Substraten geeignet. Eine Besonderheit ist noch, dass das Aussehen der Blüten der einzelnen Pflanzen recht unterschiedlich sein kann, denn die Art ist unvollständig zweihäusig. Die Hüllblätter der männlichen Blütenköpfe sind meist weiß, die weiblichen meist rosa oder rot.

Spezielle Literatur: Schwabe A. (1990): Veränderungen in montanen Borstgrasrasen durch Düngung und Brachlegung – Antennaria dioica und Vaccinium vitis-idaea als Indikatoren. – Tuexenia 10: 295 – 310.

Steckbrief bearbeitet von Uta Engel & Uwe M. Barth – 27. Januar 2007
Der vollständige Steckbrief als pdf-Datei

Weiterführende Links zum Katzenpfötchen:
Katzenpfötchen-Fotos aus der Rhön / Marco Klüber
Katzenpfötchen in : Wikipedia


Familie: Ophioglossaceae – Natternzungengewächse.

Ökologie: Beide Arten wachsen bevorzugt auf trockenen bis frischen, mageren, flachgründigen, ± skelettreichen Lehmböden. Häufig besiedeln sie auch Rohböden, wie sie beispielsweise bei Abgrabungen entstehen. Während die Echte Mondraute eine „beachtliche Toleranz gegenüber den pH-Verhältnissen im Boden“ besitzt, muss die Ästige Mondraute als acidophil gelten (Bennert 1999). Entsprechend besiedelt erstere sowohl Silikat- wie auch Kalkmagerrasen, letztere dagegen nur saure Magerrasen. Bei beiden Arten sind die Populationen gewöhnlich klein und umfassen nach Bennert (1999) selten mehr als 50 (B. lunaria) bzw. 10 (B. matricariifolium) Pflanzen. Nicht selten werden Sekundärstandorte besiedelt, sofern lückige Vegetationsstrukturen vorhanden sind.

Typische Lebensräume im Biosphärenreservat Rhön: Kalkmagerrasen, Borstgrasrasen und Zwergstrauchheiden sowie nährstoffarme Rotschwingelweiden (Huteflächen). Selten Sonderstandorte wie steinige Flächen in Steinbrüchen. Die meisten Vorkommen der Echten Mondraute befinden sich in Borstgrasrasen vom Typ des Polygalo-Nardetum, was allgemein für die Mittelgebirge typisch ist (Wolff 1987). Die Standorte zeigen oft Übergangscharakter zum Wirtschaftsgrünland. Die Echte Mondraute ist darüberhinaus auch in Bromion- und Sesleriatalia-Gesellschaften anzutreffen.

Gründe für die Auswahl als Zielart: Nach Korneck et al. (1996) gilt der Gewöhnliche Rautenfarn in Deutschland als gefährdet, der Ästige Rautenfarn als stark gefährdet (Rote Liste-Kategorie 3 bzw. 2). Zudem hat Deutschland eine starke Verantwortung für die Erhaltung der Art. Die Gefährdung wurde mit Ausgabe der neuen Roten Liste in 1996 aufgrund einer Empfehlung von Schiemionek & Bennert (1996) von 1 (vom Aussterben bedroht) auf 2 geändert. Grund war die Entdeckung einer Reihe von neuen Vorkommen.

Vorkommen und Verbreitung: Während B. lunaria auf der nördlichen Erdhalbkugel weit verbreitet ist, besitzt B. matricariifolium nur ein relativ kleines Areal beiderseits des Atlantik. Während diese nur noch etwa 70 Fundorte in Deutschland besitzt, ist jene relativ weit verbreitet und gebietsweise (so in der Rhön) mir etlichen Populationen vertreten, aber doch insgesamt selten.

Gefährdungen und Bestandesentwicklung: Beide Arten sind als kleinwüchsige und konkurrenzschwache Geophyten von einer lückigen Vegetation mit offenen Bodenstellen abhängig. Aufgrund der Eutrophierung von Magerrasen durch Immisionen oder direkte Düngung werden nährstoffliebende und wüchsige Arten gefördert, die beide Mondrauten schnell verdrängen. Ähnliche Folgen haben die Aufgabe extensiver Beweidung mit nachfolgender Sukzession sowie Aufforstung. Die Echte Mondraute gilt in ganz Hessen als stark gefährdet (Rote Liste Kategorie 2).
B. matricariifolium zeigt oft starke Schwankungen der Populationsstärke, die nicht mit den Witterungsverhältnissen korrellieren (Muller 1992). Offensichtlich sind die Populationszyklen und die Lebensdauer der Einzelpflanzen sehr kurz, so dass die Populationen kontinuierlich auf günstige keimungsbedingungen angewiesen sind. Grundsätzlich reagieren beide Arten empfindlich aus Witterungseinflüsse, wobei in extrem ungünstigen Jahren die Blattentwicklung ganz ausfallen kann. Die Ästige Mondraute ist in Hessen ausgestorben (Rote Liste Kategorie 0). In der Rhön gibt es noch Vorkommen im bayerischen Gebietsteil.

Schutzziele und Schutzmaßnahmen: „Alle Maßnahmen, welche die Wuchsorte kurzrasig und offen halten, können als förderlich gelten. Als günstigste Pflegemaßnahmen bieten sich die Wiederaufnahme extensiver Beweidungspraktiken oder gelegentliche (ein- bis zweischürige) Mahd an, möglichst verbunden mit einer Aushagerung der Standorte durch Nährstoffentzug. [...] Wirkungsvoller Schutz ist nur in Gebieten möglich, in denen immer wieder offene und gestörte Flächen spontan entstehen oder geschaffen werden.“ (Bennert 1999) Spezielle populationsstützende Maßnahmen sind für B. lunaria nicht notwendig; kleine Populationen von B. matricariifolium könnten durchaus mit Nachzuchten aus autochthonem Sporenmaterial gestärkt werden; dies gilt auch für die Etablierung neuer Populationen an geeigneten Standorten (Dyer 1994).

Verantwortlichkeit für den Schutz der Art: Vor allem wegen der meist kleinen Populationen und deren geringen Zahl ist beiden Arten bei Schutzmaßnahmen eine hohe Priorität einzuräumen. Wegen des kleinen Areals der Ästigen Mondraute und der europaweit wenigen Vorkommen ist bei dieser Art von einer hohen Verantwortlichkeit auszugehen.

Sonstiges: Die Echte Mondraute wird auch Gewöhnliche oder Gemeine M. genannt. Die Gattungsbezeichnung Mondraute ist gebräuchlicher als Rautenfarn.

Spezielle Literatur: Bennert H. W. (1999): Die seltenen und gefährdeten Farnpflanzen Deutschlands – Biologie, Verbreitung, Schutz. Hrsgg. Vom Bundesamt für Naturschutz; 381 S. [hier ausführliche Behandlung und weitere Literatur]
Gürgens K. (1968): Zur Verbreitung, Ökologie und Vergesellschaftung der Botrychium-Arten im Vogtland. – Ber. Arbeitsgem. Sächs. Botaniker N.F. 8: 159-167.
Kramer K. U. [Hrsg] (1984): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band I, Teil 1, Pteridophyta. 3. Aufl. – Paul Parey, Berlin & Hamburg; 310 S.
Wolff P. (1987): Die Mondrauten Botrychium matricariifolium und B. lunaria in der Westpfalz und im Ostsaarland. – Mitt. Pollichia 74: 205-220.
Øllgard, B. & Tind, K. (1993): Scandinavian Ferns – A Natural History of the Ferns, Clubmosses, Quillworts, and Horsetails of Denmark, Norway, and Sweden. Rhodos, Copenhagen; 217 p.

Steckbrief bearbeitet von Uta Engel & Uwe M. Barth – 27. Januar 2007
Der vollständige Steckbrief als pdf-Datei

Weiterführende Links zur Mondraute:
Mondrauten in : Wikipedia


Acinos arvensis – Steinquendel
Aconitum napellus + variegatum – Eisenhut (blaublühend)
Adonis aestivalis – Sommer-Adonisröschen
Alyssum alyssoides – Kelch-Steinkraut
Anemone sylvestris – Großes Windröschen
Antennaria dioica – Gew. Katzenpfötchen
Anthriscus nitidus – Glanz-Kerbel
Arnica montana – Berg-Wohlverleih
Asplenium septentrionale – Nordischer Streifenfarn
Aster amellus – Berg-Aster
Botrychium lunaria + matricariifolium – Echte + Ästige Mondraute
Calluna vulgaris – Besenheide
Campanula latifolia – Breitblättrige Glockenblume
Carduus personata – Berg-Distel
Carex appropinquata – Schwarzschopf-Segge
Carex davalliana – Davalls Segge
Carex hartmanii – Hartmans Segge
Carex limosa + Carex diandra – Schlamm-Segge + Draht-Segge
Carlina acaulis – Silberdistel
Caucalis platycarpos – Acker-Haftdolde
Centaurea montana – Berg-Flockenblume
Chenopodium bonus-henricus – Guter Heinrich
Cicerbita alpina – Alpen-Milchlattich
Cirsium acaule – Stengellose Kratzdistel
Cochlearia pyrenaica – Pyrenäen-Löffelkraut
Consolida regalis – Feld-Rittersporn
Corallorhiza trifida – Korallenwurz
Corydalis cava + intermedia – (Mittlerer) Lerchensporn
Crepis mollis – Weicher Pippau
Crepis praemorsa – Abgebissener Pippau
Cynoglossum germanicum – Deutsche Hundszunge
Cypripedium calceolus – Frauenschuh
Dactylorhiza maculata s. l. – Geflecktes Knabenkraut
Dactylorhiza majalis – Breitblättriges Knabenkraut
Dianthus gratianopolitanus – Pfingst-Nelke
Dianthus superbus ssp. superbus – Pracht-Nelke
Drosera rotundifolia – Rundblättrig. Sonnentau
Empetrum nigrum – Schwarze Krähenbeere
Epipactis palustris – Sumpf-Stendelwurz
Eriophorum latifolium – Breitblättriges Wollgras
Eriophorum vaginatum – Scheidiges Wollgras
Euphrasia frigida – Nordischer Augentrost
Gagea spathacea – Scheiden-Goldstern
Galium boreale – Nordisches Labkraut
Genista tinctoria – Färber-Ginster
Gentianella ciliata – Fransen-Enzian
Gentianella germanica – Deutscher Enzian
Geranium sylvaticum – Wald-Storchschnabel
Herminium monorchis – Elfenstendel, Honigorchis
Hieracium lactucella – Öhrchen-Habichtskraut
Hypochaeris maculata – Geflecktes Ferkelkraut
Juniperus communis – Gewöhnlicher Wacholder
Legousia hybrida – Kleiner Frauenspiegel
Leucojum vernum – Märzenbecher
Lilium martagon – Türkenbund-Lilie
Lunaria rediviva – Silberblatt
Lycopodium clavatum – Keulen-Bärlapp
Melampyrum nemorosum – Hain-Wachtelweizen
Menyanthes trifoliata – Fieberklee
Ophrys insectifera – Fliegen-Ragwurz
Orchis mascula – Stattliches Knabenkraut
Orchis morio – Kleines Knabenkraut
Orchis purpurea – Purpur-Knabenkraut
Orobanche spp. – Sommerwurz, 3 (4) Arten
Parnassia palustris – Sumpf-Herzblatt
Pedicularis sylvatica – Wald-Läusekraut
Petasites albus – Weiße Pestwurz
Phyteuma orbiculare – Kugelige Teufelskralle
Platanthera chlorantha + bifolia – Berg-Waldhyazinthe
Prenanthes purpurea – Hasenlattich
Pseudorchis albida – Weißzüngel-Orchidee
Pulsatilla vulgaris – Gewöhnliche Kuhschelle
Ranunculus fluitans – Flutender Wasserhahnenfuß
Ranunculus platanifolius – Platanenblättriger Hahnenfuß
Rhinanthus alectorolophus – Zottiger Klappertopf
Rhinanthus glacialis – Begrannter Klappertopf
Ribes alpinum – Alpen-Johannisbeere
Sanguisorba officinalis – Großer Wiesenknopf
Scorzonera hispanica – Spanische Schwarzwurzel
Sedum villosum – Sumpf-Fetthenne
Selinum carvifolia – Kümmel-Silge
Serratula tinctoria – Färber-Scharte
Sesleria albicans – Blaugras
Teucrium botrys – Trauben-Gamander
Thesium pyrenaicum – Wiesen-Leinblatt
Thymus pulegioides – Arznei-Thymian
Trifolium spadiceum – Moor-Klee
Triglochin palustre – Sumpf-Dreizack
Trollius europaeus – Trollblume
Vaccinium oxycoccos – Gewöhnl. Moosbeere
Vaccinium uliginosum – Rauschbeere
Vaccinium vitis-idaea – Preiselbeere
Woodsia ilvensis – Südlicher Wimperfarn

Bilddatenbank von Pflanzenfotos aus der Rhön von Marco Klüber.
Klicken Sie auf einen Link, um zu den Bildern der einzelnen Arten zu gelangen.

Zur Zeit liegen Bilder folgender Arten vor:


A

Acer platanoides Spitzahorn
Achillea millefolium Echte Schafgarbe
Adonis vernalis Frühlings-Adonisröschen
Ajuga reptans Kriechender Günsel
Allium montanum Berg-Lauch
Allium oleraceum Kohl-Lauch
Allium ursinum Bärlauch
Anacamptis morio Kleines Knabenkraut
Anacamptis pyramidalis Pyramiden-Orchidee
Anemone nemorosa Buschwindröschen
Anemone sylvestris Wald-Anemone
Antennaria dioica Katzenpfötchen
Anthemis tinctoria Färber-Hundskamille
Anthericum liliago Astlose Graslilie
Anthericum ramosum Ästige Graslilie
Anthoxanthum odoratum Gewöhnliches Ruchgras
Aquilegia vulgaris Gewöhnliche Akelei
Aristolochia clematitis Osterluzei
Arum maculatum Gefleckter Aronstab
Aster linosyris Gold-Aster
Athyrium filix-femina Frauenhaarfarn
Atropa bella-donna Tollkirsche


B – C

Bupleurum rotundifolium Rundblättriges Hasenohr
Campanula glomerata Büschelige Glockenblume
Campanula latifolia Breitblättrige Glockenblume
Campanula persicifolia Pfirsichblättrige Glockenblume
Campanula trachelium Nesselblättrige Glockenblume
Cardamine hirsuta Behaartes Schaumkraut
Cardamine pratensis Wiesen-Schaumkraut
Carlina acaulis Silberdistel
Centaurea pseudophrygia Perücken-Flockenblume
Cephalanthera damasonium Weißes Waldvögelein
Cephalanthera longifolia Schwertblättriges Waldvögelein
Cephalanthera rubra Rotes Waldvögelein
Cicerbita alpina Alpen-Milchlattich
Cirsium eriophorum Wollkopf-Kratzdistel
Clematis recta Aufrechte Waldrebe
Colchicum autumnale Herbstzeitlose
Corallorrhiza trifida Korallenwurz
Corydalis cava Hohler Lerchensporn
Corydalis intermedia Mittlerer Lerchensporn
Crataegus spec. Weißdorn
Cypripedium calceolus Frauenschuh


D – E

Dactylorhiza fuchsii Fuchs’ Knabenkraut
Dactylorhiza incarnata Fleischrotes Knabenkraut
Dactylorhiza majalis Breitblättriges Knabenkraut
Dactylorhiza viridis Grüne Hohlzunge
Daphne mezereum Seidelbast
Daucus carota Wilde Möhre
Dianthus carthusianorum Karthäuser-Nelke
Dianthus gratianopolitanus Pfingst-Nelke
Dianthus superbus Pracht-Nelke
Dictamnus albus Diptam
Digitalis purpurea Roter Fingerhut
Echinops sphaerocephalus Kugeldistel
Echium vulgare Natternkopf
Epilobium angustifolium Schmalblättriges Weidenröschen
Epipactis atrorubens Braunrote Stendelwurz
Epipactis helleborine Breitblättrige Stendelwurz
Epipactis leptochila Schmallippige Stendelwurz
Epipactis microphylla Kleinblättrige Stendelwurz
Epipactis muelleri Müllers Stendelwurz
Epipactis neglecta Übersehene Stendelwurz
Epipactis purpurata Violette Stendelwurz
Eriophorum vaginatum Scheidiges Wollgrasd
Erophila verna Frühlings-Hungerblümchen
Eryngium campestre Feldmannstreu
Euonymus europaeus Europäisches Pfaffenhütchen
Euphrasia rostkoviana Gewöhnlicher Augentrost


F – K

Fagus sylvatica Rotbuche
Fritillaria meleagris Schachblume
Gagea lutea Wald-Gelbstern
Gagea pratensis Wiesen-Gelbstern
Gagea villosa Acker-Gelbstern
Gentiana cruciata Kreuz-Enzian
Gentianella ciliata Fransen-Enzian
Gentianella germanica Deutscher Enzian
Geranium sanguineum Blutroter Storchschnabel
Goodyera repens Kriechendes Netzblatt
Gymnadenia conopsea Mücken-Händelwurz
Gymnadenia splendida Prächtige Händelwurz
Hedera helix Efeu
Helianthemum apenninum Apenninen-Sonnenröschen
Helleborus foetidus Stinkende Nieswurz
Helleborus viridis Grüne Nieswurz
Hepatica nobilis Leberblümchen
Heracleum sphondylium Wiesen-Bärenklau
Herminium monorchis Honigorchis
Himantoglossum hircinum Bocksriemenzunge
Iris germanica Deutsche Schwertlilie
Juniperus communis Wacholder


L – M

Lathraea squamaria Schuppenwurz
Leucojum vernum Märzenbecher
Lilium bulbiferum Feuerlilie
Lilium martagon Türkenbundlilie
Linum austriacum Österreichischer Lein
Listera ovata Großes Zweiblatt
Lonicera periclymenum Geißblatt
Lunaria rediviva Silberblatt
Lupinus polyphyllos Vielblättrige Lupine
Lycopodium clavatum Keulen-Bärlapp
Matteuccia struthiopteris Straußfarn
Melampyrum arvense Acker-Wachtelweizen
Melampyrum cristatum Kamm-Wachtelweizen
Melampyrum nemorosum Hain-Wachtelweizen
Melica ciliata Perl-Wimpergras
Menyanthes trifoliata Fieberklee
Muscari botryoides Kleine Traubenhyazinthe
Muscari neglectum Übersehene Traubenhyazinthe
Muscari racemosum Weinbergs-Traubenhyazinthe


N – O

Narcissus poëticus Dichter-Narzisse
Neotinea tridentata Dreizähniges Knabenkraut
Neotinea ustulata Brandknabenkraut
Neottia nidus-avis Nestwurz
Ophrys apifera Bienenragwurz
Ophrys araneola Kleine Spinnenragwurz
Ophrys holoserica Hummelragwurz
Ophrys insectifera Fliegenragwurz
Ophrys sphegodes Große Spinnenragwurz
Orchis anthropophora Ohnsporn
Orchis mascula Mannsknabenkraut
Orchis militaris Helmknabenkraut
Orchis pallens Blasses Knabenkraut
Orchis purpurea Purpurknabenkraut
Orobanche bartlingii Bartlings Sommerwurz
Orobanche caryophyllacea Nelken-Sommerwurz
Orobanche elatior Hohe Sommerwurz
Orobanche lutea Gelbe Sommerwurz
Orobanche reticulata Netz-Sommerwurz


P – R

Papavera rhoeas Klatschmohn
Paris quadrifolia Einbeere
Parnassia palustris Sumpf-Herzblatt
Petasites hybrida Gewöhnliche Pestwurz
Platanthera bifolia Zweiblättrige Waldhyazinthe
Platanthera chlorantha Grünliche Waldhyazinthe
Polygala amara Bitteres Kreuzblümchen
Polygala vulgaris Gewöhnliches Kreuzblümchen
Polygonatum odoratum Echtes Salomonsiegel
Polygonum bistorta Wiesen-Knöterich
Polypodium vulgare Gewöhnlicher Tüpfelfarn
Potentilla erecta Blutwurz
Primula elatior Hohe Schlüsselblume
Primula veris Frühlings-Schlüsselblume
Prunus avium Wildkirsche
Prunus spinosa Schlehdorn
Pseudorchis albida Weißzüngel
Pulsatilla vulgaris Gewöhnliche Küchenschelle
Ranunculus platanifolius Platanenblättriger Hahnenfuß
Rosa pimpinellifolia Bibernellblättrige Rose


S – Z

Sanguisorba minor Kleiner Wiesenknopf
Sanguisorba officinalis Gewöhnlicher Wiesenknopf
Scilla bifolia Blaustern
Sedum reflexum Felsen-Fetthenne
Silene flos-cuculi Kuckucks-Lichtnelke
Sorbus aria Mehlbeere
Spiranthes spiralis Herbstwendelähre
Stachys recta Aufrechter Ziest
Tanacetum corymbosum Doldige Margerite
Teucrium chamaedrys Edel-Gamander
Thesium linophyllon Mittleres Leinblatt
Thlaspi caerulescens Gebirgs-Täschelkraut
Thlaspi montanum Berg-Täschelkraut
Thlaspi perfoliatum Stengelblättriges Täschelkraut
Trifolium spadiceum Moorklee
Trinia glauca Faserschirm
Trollius europaeus Trollblume
Tulipa sylvestris Wildtulpe
Verbascum nigrum Schwarze Königskerze
Veronica chamaedrys Gamander-Ehrenpreis
Veronica teucrium Großer Ehrenpreis
Vicia faba Saubohne
Vicia pannonica Ungarische Wicke
Vicia sylvatica Wald-Wicke
Viola hirta Rauhes Veilchen
Viola reichenbachiana Wald-Veilchen

Sie haben etwas nicht gefunden?
Versuchen Sie es mit einer Suche in der Bilddatenbank.